Ihr Lack sieht in der Sonne aus wie ein Spinnennetz
Diese feinen Kreise sind Waschkratzer. Sie sitzen im Klarlack und lassen sich nicht wegwischen — aber herauspolieren.


Kratzer, Waschspuren und Hologramme aus dem Klarlack herausarbeiten — gemessen, im Testfeld ermittelt, so schwach wie möglich und so stark wie nötig.
Bei der Maschinenpolitur wird eine hauchdünne Schicht Klarlack abgetragen, bis die Kratzerkanten verschwunden sind. Vorher messen wir die Lackschichtdicke und legen ein Testfeld an, um die schwächste Kombination aus Politur und Pad zu finden, die noch wirkt. Danach werden die Politieröle entfernt, damit ein anschliessender Schutz überhaupt haften kann.
Diese feinen Kreise sind Waschkratzer. Sie sitzen im Klarlack und lassen sich nicht wegwischen — aber herauspolieren.
Der optische Zustand ist das erste, was ein Käufer oder ein Rückgabeprotokoll bewertet. Ein aufbereiteter Lack verschiebt die Verhandlung, bevor sie beginnt.
Eine Versiegelung konserviert den Zustand, den sie vorfindet. Kratzer unter der Versiegelung sind für ihre Laufzeit eingeschlossen — deshalb kommt die Politur immer zuerst.
6 Arbeitsgänge, der Reihe nach
Erst chemisch (Eisen- und Teerrückstände), dann mechanisch mit Reinigungsknete. Auf einer Oberfläche mit eingebetteten Partikeln zu polieren heisst, diese Partikel über den Lack zu ziehen.
Zierleisten, Gummis und Kanten werden abgeklebt. An einer Kante ist der Lack am dünnsten und der Poliermaschine am nächsten.
An mehreren Punkten je Bauteil. Werkslack liegt gesamt bei 80 bis 160 Mikrometer, davon 20 bis 50 Mikrometer Klarlack. Wo zu wenig Reserve ist, wird nicht poliert — dort sagen wir Ihnen, dass es ein Lackierfall ist.
Auf einer kleinen Fläche probieren wir Politur- und Padkombinationen, bis das gewünschte Ergebnis mit dem geringsten Abtrag erreicht ist. Erst dann geht es aufs ganze Fahrzeug.
Je nach Zustand ein- oder mehrstufig. Die Finishstufe ist nicht Kosmetik: Sie löst die Hologramme auf, die die Schleifstufe selbst erzeugt hat.
Abschliessend wird die Fläche mit Panel Wipe entfettet und unter Prüfleuchte kontrolliert. Bleiben Politieröle zurück, sieht der Lack am selben Tag perfekt aus — und die Schutzschicht darauf hält nicht.
AusgangszustandKlarlack ist endlich. Jede Politur verbraucht einen Teil davon, und was einmal weg ist, kommt nicht zurück. Deshalb messen wir vorher. Ein Kratzer, den man mit dem Fingernagel spürt, geht durch den Klarlack — der lässt sich nicht wegpolieren, sondern nur lackieren. Wir sagen Ihnen vor der Arbeit, was geht und was nicht, statt hinterher zu erklären, warum eine Stelle geblieben ist.
Die One-Step-Politur ist ab Paket M enthalten, die zweistufige Politur ab Paket L. Ein- bis dreistufige Politur ist auch einzeln als Zusatzleistung buchbar.
Ja, und genau deshalb wird gemessen. Eine Hochglanzpolitur trägt etwa ein bis drei Mikrometer ab, eine zweistufige Aufbereitung drei bis sechs. Mit Rotationsmaschine und aggressiver Schleifpolitur können es fünf bis zwanzig sein. Bei 20 bis 50 Mikrometer Klarlack ist das der Unterschied zwischen einmal und keinmal. Wir arbeiten mit Restreserve, nicht auf Verdacht.
Swirls sind Waschkratzer — feine Kreise, die beim Reinigen entstehen. Hologramme sind Politurfehler: streifige Schlieren, die eine Rotationsmaschine hinterlässt und die erst eine Exzenter-Finishstufe auflöst. Wer beides gleich behandelt, poliert am Problem vorbei.
Es gibt keine feste Zahl, es gibt eine Restreserve. Die messen wir. Wer alle zwei Jahre vollflächig aufbereiten lässt, verbraucht seinen Klarlack schneller als jemand, der einmal richtig aufbereiten und danach schützen lässt.
Nein. Alles, was im Klarlack sitzt, lässt sich in aller Regel deutlich reduzieren oder ganz entfernen. Alles, was durch den Klarlack hindurchgeht, nicht. Anbieter, die „wie neu" ohne Messung zusagen, sagen etwas zu, das sie nicht wissen können.
Wir arbeiten ausschliesslich an unserem Standort an der Sternmatt 9 in Kriens bei Luzern. Sie bringen Ihr Fahrzeug zum vereinbarten Termin und holen es nach der Arbeit wieder ab. Einen mobilen Dienst vor Ort bieten wir nicht an.
Sternmatt 9, 6010 Kriens
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